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03. Juni 2026

Katrin Staffler: „Alle werden ihren Beitrag leisten müssen“


Die Pflegebevollmächtigte der Bundesregierung, Katrin Staffler, dringt auf eine zügige Reform der Pflege.

Im Interview mit dem dbb magazin macht Staffler deutlich, dass angesichts der Finanzlage von Kranken- und Pflegeversicherung alle Akteure ihren Beitrag leisten müssen, ohne chronisch kranke und pflegebedürftige Menschen sowie ihre Angehörigen zu überfordern. „Wir müssen das Geld der Solidargemeinschaft sehr sorgsam ausgeben und sicher auch an der einen und anderen Stelle Leistungen auf das Wesentliche konzentrieren.“ Das „Gießkannenprinzip“ habe ausgedient, Ziel sei ein System, das verlässlich, bezahlbar und zugleich individueller werde.

Zentral sei die Flexibilisierung der Leistungen: Wenn Budgets flexibler nutzbar sind und Bürokratie abgebaut wird, können Pflegebedürftige und ihre Angehörigen passgenauere Lösungen finden. Vor dem Hintergrund der angespannten Finanzlage und des demografischen Wandels werde allerdings niemand um Einschnitte herumkommen: „Alle werden ihren Beitrag leisten müssen.“ 

Als gesamtgesellschaftliche Aufgabe sieht Staffler die Rentenversicherungsbeiträge für pflegende Angehörige, die aus ihrer Sicht auch entsprechend finanziert werden müssen. Im Reformprozess setzt die Pflegebevollmächtigte darauf, häusliche Pflege und pflegende An- und Zugehörige weiter zu stärken und zu entlasten. Mit Blick auf die steigenden Eigenanteile, insbesondere in der stationären Pflege, fordert Staffler auch die Länder auf, Verantwortung zu übernehmen, verweist aber zugleich auf deren begrenzte Haushaltslage und die Notwendigkeit, gemeinsam gangbare Wege zu finden. 

 

Ursprünglich veröffentlicht unter https://www.dbb.de

Quelle: dbb / 3.6.2026
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